Der Verein für das organisierte Lachen...
Willkommen beim SCC
Geschichte
Prinzenpaare
SCC bei facebook
Narrenzeitung
Humorversicherung
Unsere Lieb-Links
Impressum
Members Only

Auszug aus der Gründerversammlung vom 9.11.1963

„Geladen waren: Martin Hirth, Hermann Frietsch, Fritz Hoffmann, Stefan Jung, Artur Reiß, Alfons Ferdinand, Ewald Bohe, Wilhelm Reiß, Leo Ernst, Walter Mayer, Lothar Reiß, Willi Reiß, Anton Hertweck und Heinz Hertweck. Es waren alle Geladenen erschienen. Man traf sich im Gasthaus Traube. Tagesordnung: Gründung des „SCC“ Haueneberstein. Bei der Wahl zum 1.Vorsitzenden vereinigte Martin Hirth 13 Stimmen auf sich, Walter Mayer erhielt eine. Bei der Wahl des 2.Vositzenden erreichte Walter Mayer 9 Stimmen und Willi Reiß (Zimmermann) fünf Stimmen, Hermann Frietsch (Kassierer), Alfons Ferdinand (Schatzmeister) und Anton Hertweck (Schriftführer) wurden einstimmig gewählt.Eine Mehrheit von 12 : 2 Stimmen befürwortete die Eintragung ins Vereinsregister...“

Auszüge aus der Satzung des SCC:

§1

 Der Verein führt den Namen „Schunkenbacher Carneval-Club“ mit dem Sitz in Haueneberstein...

§2

Zweck des Vereines (SCC) ist die Pflege und Erhaltung der Fastnacht– und Heimatbräuche.

§3

Vorgänger des „SCC“ ist der Elferrat Haueneberstein

§6

Der Elferrat ist der Träger und Gestalter der traditionellen Hauenebersteiner Fastnacht. Der Präsident ist verantwortlicher Leiter aller Veranstaltungen und Sitzungen. Die Tätigkeit der Elferratsmitglieder ist freiwillig und ehrenamtlich.

 

 

 

Kommentar (eines Gründers) zur Gründungsversammlung:

„Wie man sich erinnert, war bis zum Jahre 1954 hier in Haueneberstein mit den Faschingsveranstaltungen, ja sogar die gesamte Gestaltung der Fastnacht an sich, soviel wie gar nichts getan worden. Es war jedem Einzelnen überlassen, ob er etwas unternehmen wollte oder nicht. Die örtlichen Vereine hielten wohl ihre Maskenbälle ab, die auch zum größten Teil gut besucht wurden. Aber man konnte doch erkennen, dass diese Veranstaltungen allein eine vollkommene Fastnacht, so wie wir sie heute kennen, nicht darstelle konnten. Der ganzen Sache fehlte es an einer gezielten Steuerung. Diese mag auch der Grund gewesen sein, dass sich daher im Jahre 1954 einige Männer zusammen getan haben, um dahingehend eine Änderung zu schaffen. Denn die bisher aufgezogenen Veranstaltungen wurden mehr und mehr nur noch von der Jugend besucht. Für die Leute im gesetzteren Alter gab es eigentlich überhaupt nichts mehr, was einen Anreiz bieten konnte, um auch sie zu bewegen, an Veranstaltungen teilzunehmen. An den Fastnachtssonntagen war hier im Dorf von der Fastnacht so viel wie gar nichts zu sehen. Die Gasthäuser waren wohl etwas besser besucht wie sonst, aber dies war auch alles. Übersehen wollen wir jedoch keines Falles, dass Albert Melcher bereits einige Versuche unternommen hat, um einen Umzug auf die Beine zu stellen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die übrige Bevölkerung tatenlos zu sah, wie er mit seinen Gruppen durch das Dorf zog. Dies war auch den Männern klar, dass es ohne Gemeinschaft nicht möglich war, die Dorfbevölkerung an der Sache zu interessieren. Aus diesen Erwägungen heraus haben sie sich dann zusammen geschlossen und einen Elferrat gegründet. Dass dies natürlich von jedem einzelnen in erster Linie ein persönliches Opfer erforderte, war jedem klar. Die Einwohnerschaft musste durch diese Männer dazu bewegt werden, dass auch sie nicht tatenlos zusieht, sondern sich an der Sache für die Allgemeinheit beteiligt. So kam es dazu, dass im Jahre 1955 das erste Mal durch die Dorfstrassen in Haueneberstein ein Umzug rollte, der sich tatsächlich schon sehen lassen konnte. Von Jahr zu Jahr konnte das Interesse mehr und mehr geweckt werden, und in den besten Jahren kamen sage und schreibe bis zu 15 000 (!) Zuschauer nach Haueneberstein, um diesen Umzug zu bewundern. Der Grund hierfür dürfte jedoch an den bereits abgehaltenen Veranstaltungen des Elferrats gelegen haben. Denn ein Umzug alleine hätte bestimmt nicht diesen Erfolg bringen können. Der Elferrat brachte es sogar so weit, dass er seine Programme mit lauter eigenen Kräften bestreiten konnte. Hier wurden tatsächlich der Bevölkerung Sachen geboten, die einfach Begeisterung für die ganze Sache unter der Bevölkerung auslösen musste... Der Stand der heutigen Fastnacht ist daher nur den Männern zu verdanken, die seinerzeit, und zwar im Jahre 1954, die Initiative ergriffen haben und einen Elferrat ins Leben riefen.“

 

Näheres zu den damaligen Umzügen:

Haueneberstein war für die Durchführung großer Umzüge in Mittelbaden ein Aushängeschild. Bei den in den 60er- und 70er-Jahren relativ kleinen Ort wurden Umzüge mit großen Wagen, fantasievoll kostümierten Fußgruppen unter Einbeziehung veranstaltet. Nahezu die gesamte Bevölkerung war in irgendeiner Weise am Umzug beteiligt. In der Regel umsäumten 15.000 Menschen die Straßen, die zum Hauenebersteiner Umzug angereist waren. Logistisch eine große Herausforderung für den SCC!

Der wirtschaftliche Fortschritt mit dem Verschwinden von „Scheunen, Schöpfen und Traktoren“, die für die ganze Vorarbeit zwingend erforderlich waren, beendete schließlich im Jahre 1972 die Umzüge.

Anstelle dessen trat die inzwischen schon traditionelle Straßenfastnacht...

 

Schunkenbacher Carneval-Club e.V. | webmaster@o-fasenacht.com